Vor der Karte eines Reislokals an der Costa Blanca stellt sich immer dieselbe erste Frage: Worin unterscheiden sich paella, arroz a banda und arroz del señoret? Alle drei entstehen in der Paellapfanne, alle drei sind trockene Reisgerichte und alle drei duften nach Hafen. Aber es ist nicht dasselbe Gericht.

Die paella: der Reis, bei dem alles sichtbar ist

In der paella sieht und berührt man die Zutaten: die ganze Garnele, die Miesmuschel in ihrer Schale, den Kaisergranat quer obendrauf. In der paella de marisco ist alles Meer; in der mixta treffen Meer und Land aufeinander. Paella zu essen ist Handarbeit: Man pult, tunkt Brot ein und streitet um den socarrat – jene dünne Schicht gerösteten Reises am Pfannenboden, die in vielen Häusern der begehrteste Teil ist.

Arroz a banda: der Geschmack ohne die Arbeit

„A banda“ heißt auf Valencianisch „getrennt“: Der Fisch wird separat gekocht, um eine tiefe Brühe zu gewinnen, und der Reis zieht anschließend in dieser Brühe. Das Ergebnis ist ein bescheiden aussehender Reis mit gewaltigem Geschmack, serviert mit alioli. Der Liebling der Puristen: nichts zu pulen, alles zu genießen.

Arroz del señoret: alles geschält

Die Legende erzählt von einem feinen Herrn, der sich die Hände nicht schmutzig machen wollte – daher der Name. Es ist ein Meeresfrüchte-Reis, bei dem alles geschält und geschnitten ankommt: Garnele, Sepia, Miesmuschel ohne Schale. Man isst ihn mit dem Löffel, ohne Pause und ohne heldenhaften Serviettengebrauch. Ideal für alle, die den Geschmack der paella de marisco ohne die Arbeit möchten.

Welchen bestellen?

Beim ersten Mal in Altea: paella de marisco, wegen des Schauspiels. Wer im Leben schon genug Garnelen gepult hat: señoret. Wer den puren Geschmack und alioli liebt: a banda. Und wenn der Tisch sich nicht einigen kann: mixta, und Frieden.

In La Tablería werden alle vier arroces frisch zubereitet, ab zwei Personen, in rund 30 Minuten. Reservieren Sie Ihren Tisch; der Reis entsteht frisch, in rund 30 Minuten.